Martina Schultheiß

Ich bin mit Tieren aufgewachsen und hatte schon als Kind ein „Händchen“ für kranke und schwierige Vierbeiner. Mein erstes Pony bekam ich mit 6 Jahren, ein charaktervolles Familienmitglied, das mir eine konsequente, aber liebevolle Erziehung angedeihen ließ und mich Demut lehrte. Als Billy mit 36 Jahren starb, hatte er bis zum Schluss keinen Zweifel an seiner Dominanz gelassen. Meine nachfolgenden Pferde gaben mir dann aber doch noch die Chance, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen und sogar einige Turniererfolge zu erringen.

Martina Schultheiß

Trotz meines Faibles für Pferde entschied ich mich aus meiner Liebe zu Kindern für den Beruf der Physiotherapeutin, spezialisierte mich dort auf Kinderheilkunde und arbeitete 24 Jahre in einer Einrichtung für behinderte und entwicklungsgefährdete Kinder. Mit der Zusatzausbildung in Hippotherapie beim Kuratorium für Therapeutisches Reiten konnte ich beides verbinden und bildete meine Pferde selbst zu Therapiepferden aus.

Mein Interesse an möglichst umfassender Weiterbildung erstreckte sich im Laufe der Zeit immer mehr auch auf den veterinärmedizinischen Bereich. Initialzündung war die Qualifikation für manuelle Lymphdrainage beim Pferd an der Tiermedizinischen Hochschule in Hannover. Danach hatte ich einige Patienten mit Lymphödemen, die ich dann weiter zur osteopathischen Behandlung schickte. Als Physiotherapeutin konnte ich zwar statische Probleme gut diagnostizieren, wollte diese aber ohne korrekte Ausbildung nicht behandeln.

So führte mich mein Weg 2005/06 zur Ausbildung als Pferdeosteopathin EPOS (energetische Pferdeosteopathie nach Salomon). Das EPOS-Konzept verbindet osteopathische Techniken mit anderen ganzheitlichen Techniken wie Akupressur, Akupunktmassage, Angewandter Kinesiologie und Naturheilkunde.

Die guten Erfolge bei den Tieren und mein Wunsch noch mehr über Osteopathie zu lernen veranlasste mich dazu, auch die Ausbildung für den Humanbereich zu machen. Die hier noch differenzierteren Techniken helfen mir täglich bei der Arbeit mit den Vierbeinern. Um tatsächlich ohne ärztliche Verordnung Menschen behandeln zu dürfen legte ich 2013 dann die staatliche Prüfung zur Heilpraktikerin beim Gesundheitsamt Mainz ab. Somit kann ich bei Bedarf auch die Besitzer meiner Patienten therapieren.

Kontinuierliche Weiterbildung ist mir sehr wichtig, deshalb nehme ich regelmäßig an Fortbildungen und Seminaren im Veterinär- und Humanbereich teil.