Blutegeltherapie

Der medizinische Blutegel begleitet die Heilkunst der Menschen seit Jahrtausenden. Er benötigt das Blut seines Wirtes zum Überleben, gibt dafür aber im Gegenzug in seiner Saliva heilungsfördernde Stoffe ab, die durch ihre blutverdünnende Wirkung einen schnelleren Abfluss ermöglichen. So unterstützt er symbiotisch die Heilung.

Blutegeltherapie Foto: Mario Salisch

Es gibt zahlreiche Indikationen für eine Blutegelbehandlung, wie unter anderem Piephacke, Gelenksgallen, Sehnenprobleme, Hufrehe, Entzündungen an Haut, Gelenken und Nerven, Arthrose, Ödeme.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach der aktuellen Befindlichkeit von Wirt und Egel. Egel sind sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen und deshalb unterschiedlich aktiv. In der Regel kalkuliert man 1 – 2 Stunden für eine Behandlung ein. Manchmal reicht eine einzige Behandlung, bei einigen Krankheitsbildern sind Wiederholungen nötig.

Blutegel sind laut Arzneimittelgesetz als Arzneimittel deklariert und unterliegen hiermit strengen Richtlinien in der Anwendung. Dies betrifft beispielsweise auch Dopingbestimmungen. Deshalb findet die Blutegeltherapie grundsätzlich nur in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt statt.