Manuelle Lymphdrainage

Bei der manuellen Lymphdrainage spricht man auch von komplexer physikalischer Entstauungstherapie (KPE). Es handelt sich hierbei um eine spezielle Massagetechnik, bei der Lymphansammlungen im Gewebe abtransportiert werden. Nach der Behandlung im Bereich der Gliedmaßen ist in der Regel das Anlegen eines Kompressionsverbandes bzw. -strumpfes nötig.

Manuelle Lymphdrainage

Bei akuten Lymphödemen muss die Behandlung in der ersten Woche alle 1 bis 2 Tage durchgeführt werden.

Die häufigsten Indikationen:

  • Lymphödeme, z.B. durch Traumata, Operationen, Narben
  • Chronische Phlegmone, Angelaufene Beine, Gallen
  • Erkrankungen der Sehnen und Sehnenscheiden
  • Lumbago
  • Hufrehe

Bei der manuellen Lymphdrainage ist die Absprache mit dem behandelnden Tierarzt besonders wichtig, da es einige Kontraindikationen gibt. So müssen z.B. Herzprobleme, Tumoren oder akute Infektionen ausgeschlossen sein.

Bei der akuten Phlegmone („Einschuss“) darf erst behandelt werden, wenn die Infektion antibiotisch abgedeckt ist und der Tierarzt seine Zustimmung erteilt hat! Ansonsten besteht die Gefahr, dass Keime über die Lymphbahnen weiter in den Körper transportiert werden.

Mein Artikel (Auszug aus EPOS Facharbeit) zu Manueller Lymphdrainage in der Verbandszeitschrift VETT aktuell, Ausgabe November 2007.
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